
Schon mal einen Raum betreten und sofort ein Gefühl von „Wow“ gehabt? Wahrscheinlich lag es nicht nur am Sofa oder der Wandfarbe, die die Hauptarbeit geleistet haben. Meistens ist es das magische Zusammenspiel von Licht, insbesondere durch wohlüberlegte Lampen, das einen Raum von bloß dekoriert zu wirklich designt erhebt. Die meisten Hausbesitzer behandeln den Lampenkauf wie ein Suchspiel nach passenden Teilen, auf der Jagd nach einem „Set“, das nach Farbe, Marke oder Epoche koordiniert ist. Doch dieser Instinkt, so gut gemeint er auch sein mag, ist genau das, was Räume flach und belanglos wirken lässt. Eine wirklich kuratierte Lampenauswahl geht weniger um identische Paare, sondern vielmehr um eine bewusste Inszenierung, bei der verschiedene Höhen, Oberflächen und Silhouetten geschickt geschichtet werden, um einen Raum zu schaffen, der komponiert statt bloß zusammengestellt wirkt.
Wenn wir Kuration so betrachten, wie ein Galerieleiter eine Ausstellung